Meine Stoffdiät - Frau Küstensocke lockt mit neuer Motivation

Frau Küstensocke startete bereits im vergangenen Jahr eine Stoffdiät, zu der sie zahlreiche Näherinnen einlud. Ich habe bei dieser Aktion still  mitgelesen, weil ich erst einmal für mich schauen wollte, wo ich so stehe. Dass ich gerne Stoff einkaufe und besitze, wusste ich vorher, aber in welchem Ausmaß meine Sucht sich äußert, war mir schlicht und einfach nicht bekannt.

Eine genaue Excel-Tabelle, die ich in 2017 führte, ergab dann folgendes Ergebnis:
Ich habe 126, 05 Meter eingekauft und 134,45 Meter verarbeitet, verschenkt oder entsorgt. Ich kann daher für 2017 ein Minus von 8,39 Meter notieren. Das ist wahrlich nicht so viel, aber immerhin ist es nicht mehr Stoff geworden.

Anfang dieses Jahres bin ich dann noch weiter gegangen und habe die verbleibenden Stoffe aus den Schubladen und Kisten geholt und jeden Stoff einzeln vermessen und fotografiert. Mein Ziel war es, jeden Stoff genauer zu betrachten und zu entscheiden, ob er im Lager bleiben darf oder nicht. Im Ergebnis sind fast alle im Lager geblieben. Nur bei zweien bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Mein derzeitiger Bestand beläuft sich auf ca. 250 Meter, die ich anschließend nach Farben und nach Jersey/Strick und Webware sortiert habe. Um auch in Zukunft einen besseren Überblick über mein Stofflager zu haben und mich von den vorhandenen Stoffen inspirieren zu lassen, habe ich außer den ganz dicken und voluminösen Mantelstoffen alle Stoffe in durchsichtige Plastikbehälter gepackt und in mein Regal einsortiert. Bücher, Taschen und was sonst noch so im Regal war, wurden entsorgt oder an einen anderen Platz gelegt. Somit habe ich alle Stoffe jederzeit im Blick und kann entscheiden, welchen ich verwende.



Jetzt kommt der Fahrplan für die Stoffdiät 2018.

Januar: Meine Ziele und Nebenziele für die Stoffdiät 2018. 

Mein Hauptziel ist es, keine Stoffe mehr zu kaufen! Ausnahmen sind nur erlaubt, wenn ich ein Projekt verwirklichen möchte, für das ich tatsächlich keinen Stoff im Lager habe, z. B. Stoff für Unterkleider. Da ich aber für die meisten Projekte Stoff habe, habe ich mir vorgenommen, nicht meinem Reflex zu folgen und Stoff zu kaufen oder zu bestellen, sondern erst einmal in meinem Bestand zu suchen.


Folgende Unterpunkte als Gedankenstütze: 
Wie führe ich Buch, welche konkreten Projekte sind geplant? 
Nachdem ich den Bestand aufgenommen habe, führe ich in der bereits begonnenen Excel-Tabelle weiterhin Buch und streiche die Stoffe, die ich vernäht habe, aus.

In den kommenden Monaten sind ein Parka, Hosen und Blusen geplant. Da ich im März für drei Wochen auf Wandertour und vorher zu Sewing-by-the-Sea fahre, werde ich die drei Tage nutzen, um den Parka zu nähen. Kurzfristig steht bei mir auch noch ein Morgenmantel auf der Liste. Dazu dann im kommenden Blogpost mehr.

Wie sind mein Zielbstand im Sofflager aus hinsichtlich Menge und Zusammensetzung.
Sollte ich so fleißig sein wie im letzen Jahr könnte ich meinen Stoffbestand halbieren. Ich gehe aber davon aus, dass es eher weniger sein wird, vor allem, weil ich häufig stoffsparend nähe. Da ich sehr viele Viskosejerseys und dicke Jacken-/Mantel-/Strickstoffe habe, möchte ich diese jetzt gezielt verarbeiten. Das sind auch die Stoffe, die am meisten Platz wegnehmen. Daher könnte meine Devise lauten: dicke vor dünnen Stoffen.


Was in den koemmenden Monaten folgen wird:
März: Update Stoffdiät. Wer hat die zündende Idee  - die große Schau der Gruselstoffe

Mai: Update Stoffdiät. Wenn EIN Bestandsstoff nicht reicht - Inspirationen für Colourblocking, Patchwork und Co. Zeigt her! 

Juli: Update Stoffdiät. Es muss nicht immer Kleidung sein: Stranddecken, Taschen, Utensilos - die Diät für zwischendurch. (Für alle Patchworkerinnen: Es muss nicht immer Patchwork sein - Flatterröckchen für den Sommer!)

September: Update Stoffdiät. Nicht schwach werden!!! Wir kümmern uns um die Belohnung für unsere erfolgreiche Stoffdiät. 

November: Update Stoffdiät. Weihnachten naht. Jetzt die Zeit gut einteilen, damit der Endspurt gelingt. Durchräumen und Stoff spenden - wir sammeln Adressen und Erfahrungen. 

Januar: Die große Abrechnung! Runter vom Stoffberg und Rückschau auf die wichtigsten Projekte.



Was die anderen Teilnehmer der "Selbsthilfegruppe Stoffdiät" für Ziele haben, könnt Ihr hier nachlesen.

Kommentare

  1. Na da hast du dir ja auch ordentliche Ziele gesetzt. Ich sehe das ja nicht ganz so eng und freue mich schon, wenn überhaupt was wegkommt. Denn leider erliege ich mit Sicherheit einigen Versuchungen!

    Gruß Marion

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    1. Bei mir muss Einiges wegkommen, weil mich die Stoffvorräte manchmal überfordern. Außerdem finde ich des schade, wenn die vielen Stoffe ungenutzt herumliegen.

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  2. Oh, 250m Stoff im Lager - das ist ordentlich viel. Ich habe ja schon im vergangenen Jahr mitdiätet und mir mehr Achtsamkeit beim Stoffkauf angewöhnt. Schon das Führen einer Statistik (habe ich vorher nie gemacht) bringt was. So kaufe ich wirklich keine Stoffe mehr aus einer Laune heraus, ohne dass ein konkretes Projekt dazu im Kopf ist. Also, willkommen im Klub, viel Erfolg und liebe Grüße von Ina

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    1. Die Statistik hatte ich auch geführt und dennoch weiter gehortet. Allerdings sind die meisten Stoffe irgendwo unter den anderen Stoffen verschwunden und ich hatte keinen Überblick mehr. Jetzt habe ich sie alle im Blick und das soll mir erst einmal helfen.

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  3. Wirklich schön, dass Du dabei bist! Ich drücke die Daumen für gutes Gelingen. Es ist jedenfalls prima, dass in Deinem Stofflager überwiegend Stoffe sind, die nun gern vernähen möchtest. Ich plage mich noch mit Altlasten und Fehlkäufen.... aber in diesem Jahr sollen die alle besiegt werden ;-)
    LG Kuestensocke

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    1. Ich war selbst überrascht, dass ich mich von keinem weiteren Stöffchen trennen wollte. Das kann sich im Laufe der kommenden Monate natürlich ändern, wenn ich konkrete Projekte angehen werde. Freue mich schon auf das was kommt.

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  4. Ich denke auch, der erste Schritt ist, dass man sich einen guten Überblick verschafft. Und die Stoffe sichtbar zu haben hilft definitiv. Ich kann mich auch ganz schlecht von den Stoffen in meinem Stoffelager trennen. Ich drücke Dir die Daumen!

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    1. Vielen Dank, die erste Woche hat mein aufgeräumtes Nähzimmer gut überstanden und durch die neue Stoffsichtbarkeit kommen mir plötzlich ganz neue Nähideen.

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  5. Von den Stoffen, die auf dem Foto zeigst, hätte ich auch keinen hergegeben! Mit Projekten wie Morgenmantel und Parka wirst Du sicherlich ordentlich Meter machen. Transparente Boxen nutze ich zur Aufbewahrung auch, vielleicht sollte ich mir aber wie Du auch die Mühe machen, die Stoffe zu fotografieren ... Gutes Gelingen & LG Manuela

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    1. Bei mir hat alleine das Fotografieren und Ausmessen dazu geführt, dass ich nun wieder weiß, welche Schätze bei mir lagern.

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  6. Vorbildlich deine Ordnung, davon bin ich noch weit entfernt und zu den Metern kann ich noch nichts sagen, da ich noch bei der Inventur bin.
    Viel Erfolg weiterhin.
    LG Mirella

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  7. Wow! Das klingt ambitioniert und mega-planvoll. Dass Du keinen Stoff entsorgen wolltest, ist allerdings auch ein gutes Zeichen, dass Du Deinen Stil offensichtlich gefunden hast und verfolgst.
    toitoitoi für Deine Pläne!
    LG von Jule

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