Der Weihnachtskleid-Sew-Along: Endspurt mit neuem Projekt

So, ich gebe es zu. Mein ursprüngliches Weihnachtsoutfit ist seit 2 Wochen zugeschnitten und immer noch nicht genäht. Ich habe derzeit keine Motivation Pullover und Skort zu nähen. 



Stattdessen hat es ein anderes (Herzens-)Projekt Formen angenommen. Ein Mantel, dessen Schnitt ich schon Anfang diesen Jahres beäugt hatte, mich dann aber wider besseren Wissens für einen anderen entschieden hatte.

Schnitt aus der Fashion-Style aka Knipmode  9/2016

Der Schnitt stammt aus einer 10 Jahre alten Knipmode und ist ein bisschen, aber nicht zu viel oversized geschnitten, sodass noch ein dickerer Pullover drunter passt. Er hat Raglanärmel, die ich immer sehr mag, weil sie in den Schultern genug Raum geben und ist knielang, also perfekt für Hosen jedweder Weite und Form und auch Röcke, die ich meist kniekurz trage, perfekt. Er ähnelt einem Kaufmantel, den ich vor vielen Jahren gekauft und kürzlich wieder verkauft habe, da er null gewärmt hat. Die Taschen werden einfach aufgenäht, ich habe sie von innen per Hand genäht, das sieht sauberer aus.

Als Stoff habe ich einen Boss-Wollstoff von I*ee genommen, der für eine Hose zu dick und auf den ersten Blick für einen wärmenden Mantel zu dünn gewesen wäre. Hier kam dann Meida 65 ins Spiel, eine nichtraschelnde wärmende Zwischenschicht, die ähnlich wie bei Outdoorjacken die Wärme am Körper und die Kälte vom Körper wegleitet, ohne dass eine ins Schwitzen kommt. Den Tipp hierfür hatte mir Stefanie aka Kraut und Kleid gegeben, die das Material bei ihrem Flauschmantel verwendet hatte. 

Ich habe Meida an mein Futter genäht und den Mantel dann damit gefüttert. Den Balkontragetest hat er schon überstanden. Insgesamt ließ sich der Mantel gut nähen. Anders als bei vielen fertigen knapp bemessenden Nahtzugaben, habe ich 1,5 hinzugefügt, was ich bei dickeren Wollstoffen immer angenehmer finde. Oben am Kragen war es dann ein bisschen frickelig, sodass ich die Nahtzugabe dann knapp wieder abgeschnitten habe, damit der Kragen schön fällt.

Laut Anleitung werden nur der Unterkragen und der Besatz verstärkt. Das habe ich anders gemacht, damit der Mantel seine Form behält. Ich habe die die Säume sowie die Kragennähte und die Schultern jeweils mit einem dünnen Vlieselinestreifen verstärkt. 


Insgesamt ist der Mantel jetzt doch um einiges voluminöser geworden, als ich gedacht hatte, aber ist glücklicherweise nicht zu schwer. Wer mir bei IG folgt, hat möglicherweise mitbekommen, dass ich vor dem Zuschnitt meine in Frage kommenden Wollstoffe gewogen habe, und mich letztendlich für den leichteren Stoff entschieden habe.

In der Vergangenheit mussten nämlich mindestens 2 selbstgenähte Mäntel gehen, weil ich das Tragen als unangenehmen empfand.

Auf die letzten Meter muss ich jetzt noch ein paar Handstiche machen und bin dann hoffentlich am kommenden Sonntag fertig.


So und jetzt geht bitte wieder zum MeMadeMittwoch, wo Melanie ihre Gedanken zu ihrem Mantel mit Euch teilt und auch die anderen Nähverrückten ihre Weihnachtsnäherei präsentieren.

Ich wünsche Euch noch eine schöne Restwoche.

Kommentare

  1. Ach die Waage, sowas hatten wir auch, ist nun bei meinem Bruder gelandet .... lg Anja

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  2. Pläne sind dafür da, sich dem Leben und dem Fühlen anzupassen. Skort und Pulli laufen ja nicht weg und der Mantel sieht toll aus.
    Ließ sich das Meida gut vernähen? Oder ist das arg rutschig auf Futterstoff?
    LG Miriam

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